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Der Unterschied zwischen Buddhismus und Christentum, Teil 5 von 15

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In dieser Folge betont die Meisterin die Bedeutung direkter spiritueller Erfahrung gegenüber philosophischen Debatten und erklärt, wie ein wahrer Meister Suchende zum inneren himmlischen Licht und Klang sowie zu höheren Sphären führt.

Wir haben also gerade festgestellt, dass uns das Amitabha-Land wie ein Märchen vorkommt. Sehr viele Menschen werden denken: „Na, das ist reine Fantasie, eine Hallu- zination oder vielleicht eine Illusion.“ Nach Ansicht mancher christlichen Gläubigen ist der Buddhismus eine Art Fantasie, Halluzination oder so. Nein, nein, nein. Ich sage Ihnen die Wahrheit: Das Amitabha-Land existiert. Einige meiner Schüler haben es nach der Einweihung aufgesucht, manche besuchen es direkt zum Zeitpunkt der Einweihung, denn es dauert nicht lange, diese „Länder“ zu besuchen. In einer Sekunde geht man hin, und in einer Sekunde ist man wieder da. Im Bruchteil einer Sekunde. Alles hängt von der Offenheit unseres Geistes, unseres inneren Kanals ab. Alles liegt in uns selbst; draußen gibt es nichts, was wir finden könnten.

Es hängt alles von der Offenheit unseres inneren Kanals oder unseres sogenannten „Geistes“, unserer Erleuchtungsstufe ab. Das ist also der Unterschied zwischen Halluzination, Vorstellung, Illusion und Realität. Wenn nun ein Ort eine Halluzination oder ein Produkt der Vorstellung ist, dann können die anderen nicht dorthin kommen. Nur diese Person kann dorthin kommen, und sie kann es nur einmal, niemals zweimal, denn es ist ein Traum, es ist eine Illusion. Wenn ein Ort jedoch real ist, dann kann jeder dorthin kommen – vor ihr, nach ihr oder jederzeit – und kann die Existenz des Ortes überprüfen. Wenn wir also nicht die Methode praktizieren, um an solche Orte zu gelangen, können wir nicht wissen, dass diese Orte existieren.

Und die meisten Religionen der Welt basieren auf einer Art Philosophie und einem Hin und Her an Argumenten – gibt es Gott oder gibt es keinen Gott? Und warum ist es so, und warum ist es nicht so? Nun, ich bin da keine Ausnahme. Wenn ich Vorträge halte, muss ich meistens auch die Ansichten verschiedener Religionen zur Sprache bringen und den Menschen verständlich machen, dass das, was der Buddha über den Mond sagte, und was Lao-Tzu über das Tao sagte, und was der Herr Jesus über den Himmel sagte, ein und dasselbe ist. Aber das ist nicht meine Absicht und es ist nicht mein Lieblingsthema.

Eigentlich ist es schwierig. Und wissen Sie was? Wenn ich dann gestorben bin, müsste jemand, der nach mir kommt, einige meiner Aussagen anführen, um erneut Vergleiche anzustellen und spätere Generationen davon zu überzeugen, dass die „Höchste Meisterin Ching Hai dasselbe sagte wie der Buddha, dass man nicht debattieren muss“ usw. So geht es immer weiter und weiter und weiter. Deshalb haben wir so viele Religionen auf der Welt, die den sehnsüchtigen Menschen keine Hilfe bieten.

Weil wir nur über Philosophie reden und den Menschen nicht den Weg zeigen. Der „Weg“ kann nicht durch Bücher oder durch Reden gezeigt werden, sondern nur durch Erfahrung. Deshalb sagte der Buddha: „Schau auf meinen Finger, und du wirst den Weg finden.“ Wenn also die Königin dem Buddha folgte, sah sie das Buddha-Land und ging mit ihm. Der Finger steht lediglich für die Anweisung: Folge und vertraue dem Meister, und lass dich von ihm dorthin führen, wo es für deine spirituelle Entwicklung zu diesem Zeitpunkt am besten ist. Das ist die Bedeutung des Fingers. Nun, die Königin war eine glühende Schülerin des Buddha und unterwarf sich den Anweisungen des Meisters. Deshalb betete sie an jenem Tag im Gefängnis mit einem sehr aufrichtigen und sehnsüchtigen Herzen zum Buddha, dass diese Welt zu elend sei. Ihr eigener Sohn hatte sie ins Gefängnis geworfen. Deshalb empfand sie die Welt als voller Elend, Unglück und Ungewissheit.

Sie betete zum Buddha, dass sie in einige Länder, an einige Orte im Universum gelangen möge, die stabiler, liebevoller und gütiger seien. Daher kam der Buddha und brachte sie in dieses Land. Nachdem sie aus dem Amitabha- Land zurückgekehrt war, schrieb sie ihre Erfahrungen nieder. Und diese gelangten nach außen. Und so kamen sie in die Hände von Menschen, die sie druckten. Und bis heute sind sie uns in vollständiger, ursprünglicher Form erhalten geblieben.

Doch obwohl viele Menschen den Inhalt des Sutras kennen, erleben nur wenige das Land des Amitabha-Buddha. Das Gleiche gilt für das Christentum. Wenn wir nicht aufrichtig ergeben sind, wenn wir nicht seit vielen Geburten mit spiritueller Veranlagung gesegnet sind, ist es für einen durchschnittlichen christlichen Gläubigen schwer, den zweiten Himmel oder den dritten Himmel oder das (innere himmlische) Licht Gottes oder den (inneren himmlischen) Klang Gottes zu erfahren, von denen in der Bibel die Rede ist. Im Christentum gibt es zum Beispiel einige Erfahrungen mit dem inneren Reich Gottes. Als der Herr Jesus getauft wurde, sah er das weiße (innere himmlische) Licht vom Himmel. Der Geist vom Himmel stieg herab wie eine weiße Taube.

Erinnern Sie sich? (Ja.) Nun, wie viele von uns sind heute mit solch erhabenen Erfahrungen gesegnet? Oder als Moses auf den Berg Sinai stieg, sah er Gott wie eine große Flamme. Gott erschien als eine große Flamme – als großes (inneres himmlisches) Licht. Tatsächlich heißt es dort nur: ein großes (inneres himmlisches) Licht. Gott ist ein großes (inneres himmlisches) Licht, und Gottes Stimme ist wie der Klang des Donners, wie der Klang vieler Wasser. Und Johannes hörte den Klang einer Posaune im Himmel. Und jemand anderes war in den dritten Himmel entrückt worden usw. Wer hat heutzutage noch solche Erfahrungen? Sehr selten, sehr selten.

Es gibt einige außergewöhnliche Heilige im christlichen Reich, und sie haben ähnliche Erfahrungen wie die in der Bibel erwähnten. Aber der durchschnittliche Christ oder sogar der durchschnittliche Buddhist kann diese nicht erleben. Religionen sind also leere Worte ohne tatsächliche Erfahrungen. Wer als „erleuchtet“ bezeichnet wird, ist also jemand, der sich nach Belieben in diese Art von (inneren himmlischen) Licht-Wohnstätten, Licht-Ebenen, Licht-Existenzwelten begeben kann. Zumindest jene meiner Schüler werden als „erleuchtet“ bezeichnet, weil sie das (innere himmlische) Licht erfahren.

„Er-leucht-et“ bedeutet, dass man das (innere himmlische) Licht haben muss, um „erleuchtet“ zu sein. Das (innere himmlische) Licht ist in euch. In der christlichen Bibel heißt es: „Sieh nun zu, dass das Licht, das in dir ist, nicht Finsternis ist.“ Es heißt dort auch: „Wenn dein Auge klar ist, wird dein ganzer Körper voller Licht sein.“

Es ist immer die Rede vom (inneren himmlischen) Licht, vom (inneren himmlischen) Licht, dem (inneren himmlischen) Licht. Außerdem wird erwähnt, dass es viele Arten göttlicher (innerer himmlischer) Klänge gibt, etwa den Klang des Donners, den Klang vieler Wasser, den Klang der himmlischen Posaune, der Harfe und all dieser Dinge. Nun, wenn wir Gott überhaupt nicht sehen, müssen wir zumindest etwas von Gottes (innerem himmlischen) Licht sehen – die Manifestation Gottes – oder die himmlische Musik hören, die vom Himmel herab erklingt, um uns zu versichern, dass wir dem Himmel sehr nahe sind. Wenn wir nun den Amitabha- Buddha nicht sehen oder nicht in dieses Land geführt werden, sehen wir zumindest etwas von dem (inneren himmlischen) Licht des Amitabha-Buddha. Denn „Amitabha“ bedeutet „unendliches Licht“. Oder zumindest hören wir etwas von den (inneren himmlischen) Klängen – den Klängen des Amitabha-Landes, den (inneren himmlischen) Klängen der singenden Vogel(-Personen), den (inneren himmlischen) Klängen der Blätter, und den (inneren himmlischen) Klängen aller Tier(-Personen) oder der Buddhas, die den Dharma verkünden und die Lehre erteilen. Zumindest hören wir es aus der Ferne, sodass wir irgendwie wissen, dass wir uns ganz in der Nähe des Buddha-Landes befinden oder dass wir mit der Grenze des Buddha- Landes in Berührung stehen. Wie sollten wir sonst überhaupt wissen, ob Gott oder der Buddha existiert, ob es überhaupt ein Buddha-Land gibt?

Es gibt noch eine Sache, die ich über den Amitabha-Buddha erwähnen möchte. Im Sutra heißt es, dass Amitabha, als er noch in einem physischen Körper lebte und als Heiliger und Yogi praktizierte, 48 Gelübde abgelegt hat. Eines seiner Gelübde lautet wie folgt: Wenn jemand seinen Namen hört und im Moment des Todes auch nur ein einziges Mal zu ihm betet – – natürlich aufrichtig und mit vollkom- mener Hingabe und Sehnsucht –, wird er diese Person ins Amitabha- Land, in sein Land, mitnehmen. Doch sein Land ist laut dem Sutra kein vorgefertigtes Land, kein im Supermarkt erworbenes Land und auch kein Land, das bereits leer ist und dort wartet. Sein Land wurde aus seiner eigenen spirituellen Kraft erschaffen – aus seiner eigenen Askese und seiner Disziplin.

Nun, genau das ist es, was den Buddhismus vom Christentum unterscheidet. Es liegt nur daran, dass Christus nicht so viel Zeit hatte, uns in so kurzen Absätzen detailliert zu erklären, was er meinte. Oder vielleicht erklärt er es, aber die Informationen waren zu viel für die Kirche und wurden verkürzt. Oder vielleicht erklärte er es, aber die maßgebliche Obrigkeit löschte es aus. Alles ist möglich; alles.

Ich möchte Ihnen nun vom Amitabha-Buddha erzählen. Als er also Askese und die Tugenden der Meditation praktizierte, gelobte er, dass sein Land, das von ihm selbst geschaffene Land, später so rein wie Kristall und so kostbar wie ein Diamant sein würde, und dass jeder dorthin gehen könne, wenn er es aufrichtig wünsche.

„Also, worauf will ich damit eigentlich hinaus?“ Es ist so: Ein großer Meister der Tugenden und der Kraft kann uns sogar in sein eigenes Land führen. Er kann einen neuen Himmel für uns erschaffen. Es ist genauso, wie der Herr Jesus sagte: „In meines Vaters Haus gibt es viele Wohnungen“.

Photo Caption: „Die Entfernung ist nur rein physisch“

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